13 September, 2014

FREUNDSCHAFT HOCH IM KURS


Ich habe in einem wissenschaftlich fundierten Bericht gelesen, dass jeder Mensch ca. alle 8 Jahre seine Freundschaften komplett austauscht und/oder erneuert. Dies hat mich dermaßen erstaunt,  dass ich in Erfahrung bringen wollte, ob das auch wirklich so stimmt. Zuerst habe ich bei mir selbst geschaut und festgestellt, ja es gibt da so einige, die bei mir noch hoch im Kurs stehen und die ich auch noch nach über 8 oder 10 Jahren als sehr gute Freunde an meiner Seite bezeichnen kann. Gleichzeitig musste ich aber auch erkennen, dass viele meiner ach so guten Freundschaften nicht über diese 8 Jahres-Grenze gehalten haben. Seit meiner Jugend gab es unzählige Veränderungen und dazu gehören halt auch immer die passenden Menschen.
>>Gute Freundschaft ist wie ein Aktienkurs. Es ist ein Investment - mal hoch mal tief. Fällt sie ab, darf ich nicht gleich den Glauben und die Hoffnung daran verlieren und mich ihr entledigen. Denn oft werde ich ziemlich bald für meine Geduld und mein Warten mehr als belohnt. <<

Doch was ist anders an den Menschen, die man schon seit ewigen Zeiten als Freunde hat. Warum sind sie einem geblieben, auch wenn es so viele Veränderungen in beiden Leben gab? Ich bin der Meinung, dass manche Menschen einfach bestimmt sind, ihr ganzes Leben über Freundschaft verbunden zu sein. Manchmal mehr manchmal weniger. Aber nie ganz ohne einander. Ich bin stolz eine Handvoll Menschen zu meinen wirklich richtig guten Freunden zählen zu dürfen. Selbstverständlich werde ich auch weiterhin viel in diese Freundschaften investieren, damit unsere Freundschaftsaktie immer auf einem Kurshoch bleibt. 

DIÄT ALS WOHLSTANDSERKRANKUNG


Tja man kann kaum noch Fernsehen, eine Zeitschrift- Essen oder Kleidung kaufen, ohne mit einem der Schlankheitswahnbegriffe in Berührung zu kommen. Ja sogar nicht mal im Privaten oder bei der Arbeit wird man davon verschont. Schon längst ist das so genannte „ich-hab-zu-viel-auf-den-Hüften Syndrom“ so etabliert und normal geworden, dass sich alles nur noch darum dreht.

Letzthin war ich bei meiner Großmutter zu Besuch und wir haben uns über ihre alten Zeiten unterhalten. Sie erzählte mir, dass es früher schlichtweg nichts zu essen gab. Und wenn, wurde man niemals satt davon. Es gab auch keine dicken Menschen. Jedenfalls  nicht da wo meine Großmutter wohnte. Sie erzählte mir auch, dass es über den Sommer Ferienlager für zu dünne Kinder gab, wo diese zunehmen konnten und nach den Ferien wieder gestärkt nach Hause kamen. Auch merkte sie an, dass man früher die Lebensmittel und das Essen an sich mehr geschätzt und genossen hat. Das meiste hat man selbst angepflanzt oder im Stall gehalten. Es gab Tauschhandel und später dann auch richtige Einkaufsgeschäfte. Man hat Lebensmittel bewusst eingekauft da man ja oft keine Möglichkeit hatte, diese lange aufzubewahren.

Aufgrund unseres heutigen Wohlstandes und der uns heute gegebenen Möglichkeiten ist dieses bewusste Einkaufen und Essen irgendwie verloren gegangen. Wir können ständig alles – egal ob Sommer oder Winter – in jeder erdenklichen Menge und zu jeder möglichen Tageszeit erwerben. Wir geben viel Geld aus für Medikamente, Kleidung, Kurse und Bücher die uns schlanker machen sollen anstatt wir uns einfach besser überlegen, was und wie viel wir essen. Wir sind in einer Wohlstandsgeneration aufgewachsen die das Wort HUNGER gar nicht mehr kennt bzw. erlebt hat. Klar ein großer Vorteil. Aber nun quälen wir uns in Fitnessstudios, schicken unsere Kinder auf Abnehm-Camps und motzen ständig über unsere Figur, während wir gerade wieder etwas – to go – bestellt haben. Jedoch können wir dem Wohlstand nicht die ganze Schuld an unserem Einkaufs-Essverhalten und unseren Figurproblemen geben. Dafür ist wie immer jeder für sich verantwortlich. Aber wir können unseren Genusswohlstand positiv für uns nutzen. In dem wir bewusster Essen, bewusster einlagern und einkaufen und uns bewusster mit anderen darüber austauschen.


Und das Beste: dieser Diättipp verändert nicht nur deine Figur sondern dein ganzes Leben und es gibt ihn ganz umsonst J

03 Juli, 2014

DER MANN ALS SHOPPING-ACCESSOIRE

    
Es gibt da solche immer wiederkehrende Situationen, die mich jedoch immer wieder aufs Neue überraschen und beeindrucken. Ganz besonders, wenn ich Männer und Frauen beim Einkaufen beobachte, was ich über alles liebe, nie öffentlich zugeben würde und wenn - höchstens von wichtiger Recherche spreche. Nun möchte ich euch an meinen Recherchen teilhaben lassen. Aufgrund des unendlich umfangreichen und höchst-interessanten Materials, werde ich diese in einzelnen Teilen veröffentlichen, sodass auch alle auf ihre Kosten kommen.

TEIL 1    - In der Umkleide -  

Stellt euch folgende Situation mal vor: ich stehe am Samstag in der Shopping-Rush-Hour in einer Umkleidekabine eines für mich erschwinglichen Kleiderherstellers und höre meine Umkleidenachbarin folgendes sagen: „Schatzi bringst du mir das Neckholder noch in Pastellblau in Gr. XS und den Balcony-BH mit Spitze in Grau-Meliert Cup B?“ Als Antwort vernehme ich nur ein tiefes Atmen mit Seufzer und schlurfende Schritte. Ich stelle mir sodann vor, wie das Schatzi völlig Planlos in mitten all der Kleider herumirrt und versucht, den Auftrag auszuführen bzw. zu ermitteln, was es denn da so genau suchen und bringen soll. Der Recherche nach wohl kein Einzelfall. Nach einer gefühlten Ewigkeit (habe mich gerade durch die neue Sommerkollektion probiert) kommt das Schatzi zurück und übergibt die Beute. Natürlich nicht zum anspruchsvollen Gefallen der Dame. Es wird diskutiert, dass Schatzi wird nochmals losgeschickt für den 2. Versuch. Schatzi kommt zurück – bringt alles richtig. Ich spähe durch den Vorhang und sehe, dass das Schatzi auf den – ich denke für wartende Männer – vorgesehenen Wartehockern Parkposition einnimmt, den Kopf zurücklegt und die Arme vor der Brust verschränkt, die Augen schliesst um wohl das gerade erlebte zu Verarbeiten. In diesem Moment – zack - öffnet sich der Vorhang der direkt vor ihm liegenden Kabine und er schreckt auf. Ich verstecke mich wieder in meiner Kabine und lausche gespannt: „So wie findest du diese Skinny-Jeans mit dem Pastellblauen Neckholder und der Malve-Strickjacke? Kann ich das tragen? Sehe ich gut aus? Ist die Jeans nicht zu eng? Brauche ich einen Gürtel? Passen da meine Creme-Weiss Schuhe mit den Riemchen dazu? Weißt eh welche?“ Ich riskiere einen Blick. Das Schatzi sieht aus, als würde man eine Pistole auf Ihn richten. Die Dame betont nochmals eine Antwort zu wollen und Schatzi nimmt die – ich ergebe mich – Handhaltung ein, betont leise das ihr doch eh alles steht und sie das selbst entscheiden soll, da sie so einen guten Geschmack hat. Die Dame zieht den Vorhang zu und meint ihre Worte wohl zum Spiegel gerichtet: „Tzz der ist mir keine Hilfe.“ Ich selbst bin fertig und gerade dabei die Umkleide zu verlassen, sich der Vorhang vor dem Schatzi abermals öffnet und - als ob es bisher nicht schon genug Demütigung für das Schatzi war – alle Kleidungsstücke samt Kleiderbügeln aus der Kabine auf das wartende Schatzi fallen mit den Worten: „Kannst ja schon mal aufbügeln und zurückhängen ich probier dann noch fertig.“ Da erhebt sich nun das arme Schatzi unter einem Berg voller Frauenbekleidung und mit Plastikbügeln in der Hand, mit hängenden Mundwinkeln und gedemütigtem Hundeblick und verlässt abermals schlurfend, seufzend und ohne Worte vor mir die Umkleide. 

NACHTRAG ZUR EUROPAWAHL: Es geht Uns alle an

Am kommenden Sonntag, den 25.5.2014 werden wir in Österreich und der restlichen EU wiedermal ins Wahllokal zitiert, um von unserem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Es wird zur EU-Wahl geladen und ich muss mit grossem Schrecken feststellen, dass ich wiedermal total unvorbereitet bin. Obwohl dieses europäisch-politische Grossevent schon seit Monaten aus Presse, Fernseh- und Rundfunk nicht mehr wegzuhören, legen und klicken ist, stellt sich für mich wiederum wie jedes Mal bei einem anstehenden Wahlgang die Frage: wem, warum und wozu soll ich meine Stimme genau abgeben? Grösstenteils ist es zweifellos mir und meinem mangelnden Politikinteresse zuzuschreiben. Deshalb habe ich mich gefragt, warum ich denn so politisch uninteressiert bin. Schliesslich geht es um eine EU-Wahl und das geht uns im europäischen Raum ja wohl alle irgendwie an. Somit habe ich mich ein wenig mehr mit dem Thema der europäischen Politik befasst und herausgefunden, dass ich als kleiner EU-Bürger auf so viele Themen ja gar keinen Einfluss habe und es zwar genügend verschiedene mich vertretende Parteien gibt, keine aber genau das fordert oder erfüllt, was derzeit meine persönlichen politischen Bedürfnisse sind. Vielmehr beschränken sich die Parteien auf Dinge, die eh jeder geklärt oder durchgesetzt haben möchte. Sie sind so eine Art Breitbandantibiotika. So viele erreichen wie möglich. Spezialisierungen kosten Wählerstimmen und hemmen das Vorankommen. Ich bin zugegeben ja politische Jungfrau und in vielerlei Hinsicht blauäugig und Unerfahren, weshalb ich nicht mit vollem Engagement in diese Thematik eindringen kann und weshalb ich wohl von der Politik so wenig Befriedigung erhalte. Aber zurück zum eigentlichen Geschehen. Zurück zu der bevorstehenden Situation in der Wahlkabine und das markieren der auserwählten Partei mit einem Kreuz. Oder doch lieber politische Enthaltsamkeit? Ich habe mich entschieden, meine Wahlmöglichkeit anzuerkennen und diese auch zu Nutzen. Egal wie es kommt... Schlussendlich geht es uns alle an. 

11 März, 2014

FRÜHLINGSPUTZ IM KLEIDERSCHRANK


40 TAGE 40 LANGE TAGE



Ab dieser Woche ist es wieder soweit! Die Fastenzeit feiert mit dem Aschermittwoch ihren alljährlichen Beginn und wir werden aufgerufen, alte Laster hinter uns zu lassen und uns in 40 Tagen Verzicht zu üben. Zu Beginn der christlich geprägten Fastenzeit war der Schwerpunkt auf das Fasten des Essens gelegt. Heutzutage werden die Leute kreativ und es gibt sehr viele Möglichkeiten, das Fasten auszuleben. So verzichten viele auf Genußmittel und Klassiker. Aber auch das „Tätigkeiten“ Fasten gewinnt immer mehr an Beliebtheit. Weniger Party, Fernsehen, Internet, Shopping ja sogar Arbeitsfasten gibt es. Einmal kürzertreten im Jahr. Einmal auf etwas verzichten und spüren, wie sich das anfühlt wenn man etwas hat aber es nicht will.   
In anderen Ländern dieser Erde wo es nicht viel gibt, fasten die Menschen auch. Meine Cousine, derzeit in Afrika schrieb: „Wie soll man hier noch fasten? Das Geld reicht kaum zum Leben von Süßigkeiten Alkohol und Zigaretten gar nicht reden. Und trotzdem ist die Fastenzeit ein grosses Thema hier. Sie wollen noch bescheidener Leben, Essen teilen, nichts Böses tun. Ich habe mir viele Gedanken darüber gemacht, wie ich fasten könnte, aber es scheint mir alles so lächerlich." 

Ich kann Sie gut verstehen. Bewusstes Fasten, auch wenn man sonst keinen vollen Teller oder Bauch hat. Bei uns hat das Fasten ja schon fast ein bisschen etwas lächerliches. Die mit Liebe und Sorgfalt zubereiteten Schnitzel und den zauberhaften Schokokuchen der Mutter zu verweigern, welche nachher Schlimmstenfalls im Müll landen - das hat auch nicht wirklich was mit Fasten zu tun.

Selbstverständlich werde ich - wie die letzten Jahre - auch dieses Jahr wieder fasten. Werde brav keine Schokolade essen, mir dadurch täglich bewusst werden, wie gut wir es haben und mich jeden Tag um so mehr auf das Ende der Fastenzeit freuen. 

05 März, 2014

GESUND DURCH SCHLECHTES GEWISSEN


Ich kenne niemanden, der freiwillig gerne krank ist. Der Freude daran findet, in bequemer Gammelkleidung Zuhause dahin zu vegetieren, sich von Hühnerbrühe, Tee und pharmazeutisch nicht gerade hilfreichen aber angepriesen effektiven und absolut ekelhaft schmeckenden Medikamenten zu ernähren. Sich zu allem Überfluss von langweiligem und niveaulosen Fernsehprogramm unterhalten zu lassen und ständig in diversen Statusmeldungen und besorgten Telefonanrufen mitzuteilen, wie sich die Körpertemperatur gerade anfühlt.  Doch dies ist nicht das schlimmste. Nicht einmal die Erkrankung und die schmerzhaften Symptome. Nein. Das schlimmste ist die frühmorgendliche Nachricht an die Arbeitskollegen oder den Chef. Die Nachricht, in der man offiziell kundtut, man lebt auf der schwachen Seite der Menschheit. Denn in der heutigen Arbeitswelt hat man nicht mehr krank zu sein. Und wenn doch, sollte man sich zusätzlich zur Erkrankung auch gewissenstechnisch wirklich schlecht fühlen. Statistisch quält sich somit fast jeder 3te mit deutlichen Krankheitssymptomen zur Arbeit, obwohl er ins Bett gehört. Montags sogar jeder 2te. Auch die Pharmaindustrie macht sich diesem Halbtotindiearbeit-Trend zu Nutze und investiert mehr in Medikamente und Produkte welche einen schnellen Heilungsprozess  oder gar eine Unterdrückung der Symptome fördern. Nur zu welchem Nutzen? Ein kranker Mitarbeiter nutzt mir weniger als ein gesunder. Er kann mir nicht die erwartete Leistung bringen und steckt mir wohlmöglich noch den Rest der Kollegen an, was zur Folge hat, dass es noch mehr halbkranke oder gar richtige Krankheitsausfälle gibt. Also wozu der Druck und das Gerede hinter vorgehaltener Hand? Für mich unverständlich. Ich sage immer keiner im Unternehmen ist so wichtig, dass er nicht auch mal krank sein kann. Ausserdem ermöglichen sich dadurch völlig neue Perspektiven. Manche Kollegen müssen dadurch Tätigkeitsbereich übernehmen, die sie vorher nicht kannten (oder nicht kennen wollten) und erkennen dadurch, was der Kollege überhaupt leistet oder sogar: dass ihnen diese Tätigkeit auch zusagt! Der Chef erkennt wohlmöglich, dass Kollegen effizienter arbeiten, wenn Personal ausfällt und das wiederum gewährleistet ihm, dass es so auch geht. Klar gibt es immer welche, die das System ausnutzen, das lässt sich wohl nicht vermeiden. Alles in allem bleibt es jedoch eine schwierige Angelegenheit und ich bin gespannt, wie es in der Zukunft aussieht. Wer dann das schlechte Gewissen ertragen muss...  wünsche allen von Herzen eine gute Besserung! 

03 März, 2014

JAHRESRÜCKBLICK

Lang lang ist es her.... seit meinem letzten Blogeintrag ist nun fast ein ganzes Jahr verstrichen. Hätte niemals geglaubt, dass es eine so lange Durststrecke bei mir geben kann! Ich habe mir völlig in mein kreatives Denkertum zurückgezogen um nun völlig neu und motiviert und engagiert meinen Blog wiederzubeleben. Es hat sehr vieles an Veränderung gegeben im vergangenen Jahr. Ich habe meine Welt wieder im schönen Vorarlberg aufgebaut und meine liebgewonnene stuttgarter Heimat ein wenig wehmütig verlassen. Alles in allem kann ich jedoch auf ein traumhaftes vergangenes Jahr zurückblicken und bin voller Vorfreude, Erwartungen und Abenteuerlust ins neue Jahr gestartet. Des weiteren bin ich sehr bemüht, für meine nicht so freudigen Leser sondern begeisterten Fotoanschauer auch jedesmal etwas fürs Auge zu posten. Seit also gespannt und freut euch auf weitere spannende Posts von eurer Frieda ;) 

18 April, 2013

IMMER SAUBER BLEIBEN


Ich bin ja – so wie jedes Frühjahr – wiedermal ausreichend mit dem Frühlingsputz beschäftigt. Als angehend baldige Hausfrau, bin ich daher sehr bemüht, dieses Ritual jährlich bis zum äußersten perfekt auszuführen. Dazu gehört auch, dass ich die Winterjacken und Mäntel für ihren bevorstehenden längeren Aufenthalt im Schrank noch in die Reinigung bringe, damit diese dann im kommenden Winter wieder einsatzbereit sind.
So kam es, dass ich mich an einem Montag, eine halbe Stunde vor Schließung noch in der Reinigung befand, um meine gereinigte Ware abzuholen. Da die Dame noch mit dem Suchen beschäftigt war, hatte ich Zeit, die eintrudelnde Gesellschaft zu beobachten. Ein Kunde hübscher als der andere. Ihre Hemden und Designeranzüge hatten Sie in entsprechende Kleidersäcke gehüllt und sich selbst jeweils in einen unbeschreiblich guten Männerduft. Alle namhaften Männermarken waren vertreten und jeder einzelne ihrer Träger verzauberte mich. Ich kam mir vor wie auf der Fashion Week. Ich stand also in der Ecke der Reinigung und genoss meinen Zustand, als einer der Herren auf mich zukam und meinte: „Ich glaube ihre Kleidung ist fertig.“ Ich blickte zum Tresen, auf welchen die Dame der Reinigung schon genervt mit den Fingern klopfte und ein „immer das Gleiche“ murmelte. Ich nahm stillschweigend meine Jacken entgegen und verließ – wenn auch nur ungern - die Reinigung.
Seither bin ich eifrig auf der Suche nach Kleidung, die in die Reinigung muss und kann es kaum erwarten, diese am Montagabend abzuholen!

07 Februar, 2013

WANN WIRD´S MAL WIEDER RICHTIG SOMMER...


Nicht falsch verstehen! Ich mag ja den Winter sport- bewegungstechnisch und modisch gesehen schon sehr gerne. Aber dann hört die Liebe auch schon auf. Vor allem den Januar und Februar find ich ja am schlimmsten. Da ist der Winterweihnachtszauber schon vorüber und das neue Jahr peitscht dir kalt, nass und ungewiss ins Gesicht. Und dann mein alljährliches Wintertief. Mal stärker – mal weniger stärker ausgeprägt. Besonders dieses Jahr in der kaltgrauen großen Stadt kommt mir dieses Tief besonders tief und dunkel vor. Nicht nur das fehlen von Sonnenlicht, das von den großen Stadthäusern abgeschirmt wird– nein auch das fehlen sozialer Wärme macht mir zu schaffen. Aber ich wäre ja nicht Frieda, wenn ich nicht schon eine Idee hätte, diesem Wintertief zu entkommen! Motiviert, engagiert und mit den besten Vorsätzen und einem großen Vorrat an Vitamin D Tabletten, sage ich der Grauzone den Kampf an!! Das beginnt bei mir schon am Morgen: ich schäume mich unter der Warmen Dusche mit Sunny Melone Duschgel ein und schmiere danach einen großen Klecks Sonnencreme auf exponierte, nicht unbedingt mit Winterkleidung überdeckte Stellen an meinen Körper (zb. Hals). Schon allein der Duft lässt mich von Strandurlaub träumen. Danach schlüpfe ich in Neonfarbene Unterwäsche und wähle aus dem Kleiderschrank ein farbenfrohes Gewand.  Sodann kümmere ich mich um die innere Wärme – mein Qi – und heize es mit einer großen Tasse Ingwertee und Zimt an. Mit dem Tee spüle ich auch gleich meine Vitamin D Ration für diesen Tag hinunter. Noch ein paar Spritzer Jill Sander Sun und dann ab in die Arbeitswelt! Bei nur dem leichten Aufkommen eines Tiefs gebe ich mir sofort Capri Sonne i.v. Abends dann ein wenig Sport für die gute Laune, untermalt mit hipper Strandmusik. Danach noch 10min konservierte ultravioletttrendige Sonnenstrahlen auf den Body scheinen lassen und in Reiseführern schmökern. Dies so lange wiederholen, bis sich die Stimmung hebt. Sollten meine Ideen dann doch nicht funktionieren, gibt es noch ein 100%iges Heilmittel: ein Flugticket buchen!

In diesem Sinne: lasst die Sonne in euer Herz und den Kopf nicht im Schnee stecken! Gruß Frieda

13 Januar, 2013

ES WÄRE DOCH SO EINFACH...


... wenn es nur so einfach wäre. Diesen Text habe ich vergangene Woche von einer sehr lieben und mir sehr nahestehenden Person erhalten. Und er hat mich sehr zum Nachdenken gebracht. Eigentlich wäre es ja so simpel. Tue das, was dir Freude macht. Passt dir etwas nicht, ändere es.


Jedoch ist es im „realen“ Leben nicht immer so einfach. Jeder findet in diesem Text einen Satz wo er sich sagt: Ja stimmt. Warum denn eigentlich nicht? Aber an der Umsetzung fehlt es dann (mir zumindest).
Ich habe mir sodann überlegt, was ich alles tun würde, wenn ich nur noch das tue, was mir Freude macht oder was mein Leben erfüllt. Ich würde viel mehr Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden verbringen. Würde gerne mehr draußen in der Natur sein und viele Berge erklimmen. Würde gerne die Welt sehen und in Hilfsprojekten mitarbeiten. Ich würde mir endlich eine eigene Existenz als Therapeutin aufbauen und meine angefangenen Buchprojekte fertigstellen. Ich würde mich gerne um bestimmte Menschen mehr kümmern und jeden Tag einen Kuchen backen. Und so ganz nebenbei – beim Überlegen von all diesen Sachen wird mir bewusst, dass ich das alles in kleinen Portionen die ganze Zeit über mache. Nicht ausschließlich – denn irgendwie muss ich mir ja mein Leben finanzieren – aber mit großem Interesse und der entsprechenden Hingabe. Und mir wird klar, ich muss mein Leben einfach mit ganz anderen Augen sehen und die Dinge die ich tue auch würdigen. Denn  wie gesagt: LIFE IS SHORT – LIVE YOUR DREAM AND SHARE YOUR PASSION! 

ALLE JAHRE WIEDER....



Und wieder habe ich den Post-Rekord nicht geknackt! Blog-Technisch war es wirklich ein mageres Jahr! Und doch ist so viel in den letzten Wochen geschehen, was ich einfach noch nicht niederschreiben konnte. Aber wie immer, nehme ich es mir für dieses Jahr fest vor! Genau so sicher wie das Amen im Gebet und der Aufgang der Sonne, werde ich euch wieder so einiges aus meiner Welt berichten! Schließlich will ich euch ja unterhalten und euch nicht vergraulen oder gar langweilen! Ich bin wie immer Top-Motiviert und habe schon einiges im Hinterstübchen, was es nun gilt, digital festzuhalten… lasst euch überraschen! Gruss Frieda

15 Oktober, 2012

ES IST WIEDER HERBST GEWORDEN



An dich zu denken, fällt mir heut noch schwer. 
Denn ich vermisse dich so sehr. 

Jeden Tag wünschte ich, du wärst noch hier, 
hier bei mir oder ich bei dir. 

Doch vergehende Zeit lindert meine Schmerzen, 
denn du bleibst für immer in meinem Herzen. 

Frieda - +15.10.2010 

11 September, 2012

SIND WIR NICHT ALLE EIN BISSCHEN S(eltsa)M?

Meine Kollegin war letzthin ein wenig verwirrt und ein bisschen auch verwundert, warum ich Frieda, die doch sonst immer alle literarisch hochwertigen Beststeller verschlingt, das spezielle Buch -  das zur Zeit in aller Munde und auf jeder sogleich männlich als auch weiblichen Bettkante zu finden ist – nicht gelesen habe. Tja muss man den alles lesen was andere für gut empfinden? Antwort: Ja. Vor allem wenn man Frieda heißt. Ich habe es mir sodann besorgt – und gleich damit begonnen… jedenfalls die ersten 100 Seiten, denn nach dem Fiasko, welches mir vor einigen Jahren mit einem anderen entsprechend skandalösen Werk in einem öffentlichen Verkehrsmittel wiederfahren ist, lese ich keine anrüchige Lektüre mehr in öffentlichen Verkehrsmitteln, außer mit Buchschutzhülle.

Jedenfalls hatte ich die darauffolgenden 3 Stunden Zugfahrt Zeit, mir die bereits gelesenen 100 Seiten ein wenig durch den Kopf gehen zu lassen und ich kam zu einer seltsamen Verbindung: auch ich finde gefallen an Schmerzen und habe einen Dom! Jedoch nenn ich meinen Dr. Dom. Es gibt bisher sehr viele Parallelen zum Buch:
 
Auch wir haben einen Vertrag geschlossen, sehen uns zu regelmäßigen Zeiten auf die ich mich schon im Vorhinein riesig freue. Obwohl immer ein wenig Angst dabei ist. Ich bin immer sorgfältig gewaschen und so gekleidet, das meine Kleidung die Arbeit des Dr. Dom nicht einschränkt. Wenn ich zu den vereinbarten Terminen erscheine, steht im dafür vorgesehenen Raum der Schmerzen der lederne Stuhl mit seinen vorteilhaften Funktionen schon bereit. Die ganzen Folterinstrumente Gummibänder, Zangen weisen mir ihre Bestimmung. Jedes Mal bekomme ich schon feuchte Hände, bevor Dr. Dom den Raum betritt und wenn er dann erscheint, bin ich wie gelähmt. Er schreitet um den Stuhl und stellt mir immer dieselbe Frage: Na mein Fräulein waren wir schon brav und haben gemacht was der Dr. gesagt hat? Und schon an meiner Körperhaltung erkennt er – ich habe ihm nicht gehorcht. Und wenn er seinen Gummihandschuh schnalzend überstreift weiß ich: ich werde für meine ungehorsam bestraft. Sodann beginnen meist qualvolle Stunden, in denen ich kein Wort spreche und Dr. Dom sein Werk verrichten lasse – ohne nur einen Laut von mir zu geben. Nach geraumer Zeit lässt Dr. Dom dann von mir ab und bewundert sein Werk. Zufrieden und meist pfeifend verlässt er den Raum. Ich richte mich sodann auf und spüre, wie mir der Kopf und Körper schmerzt. Dann werfe ich einen Blick in den Spiegel und bewundere ebenfalls sein Werk. Ich bin noch befangen von der Tortur, aber es gefällt mir was ich sehe. Jedes Mal ein wenig besser. Die Schmerzen werden noch ein paar Tage anhalten. Ab und an wird es auch ein wenig nachbluten. Aber es wird heilen. Und ich freue mich schon jetzt auf mein nächstes Treffen mit Dr.Dom meinem Zahnspangenzahnarzt.

Egal ob Zahnarzt, Masseur, Tätowierer, Haar-mit-Wax Entfernerin o.a.  jeder hat seinen persönlichen Dom der einem immer wieder zeigt, dass ein bisschen Schmerz ok ist - und schließlich gehen wir ja immer wieder hin! J   

Wer meine Meinung zu dem speziellen Buch gerne wissen möchte, kann mir schreiben!

09 August, 2012

6 JAHRE FRIEDAS WELT


Ja ich kann es nicht verleugnen, dass ich ein wenig *stolz* auf mich selbst bin! Aber 6 Jahre Bloggeschichten – tja das ist schon ein schönes Stück Arbeit und Herzblut. Aber: ich würde es immer wieder tun! Nie hätte ich gedacht, dass sich diese einstige Idee einen Blog zu führen so lange erfolgreich hält. Und jedes Jahr auf´s neue gratuliere ich mir selbst für mein erschaffenes Werk und nehme mir wie jedes Jahr immer das gleiche vor: noch mehr und noch interessantere Beiträge und Geschichten zu schreiben!

Bleibt mir treu und auf ein weiteres Jahr – Eure Frieda

12 Juli, 2012

RESERVE WAHNSINN ODER KKK


Ja ich habe es wiedermal getan. Und ja ich werde es wieder tun!! Ich bekenne mich hiermit öffentlich zum „Gewohnheitstier in Mir“. Obwohl ich immer für neues offen bin, bin ich was meinen Kleider- Schuh- Accessoire- Sammlung betrifft, auf Gewohnheit eingestellt. Erringe ich etwas ausgesprochen schönes, gutes, passendes und für mich nun unverzichtbares, kann es schon mal sein, dass ich es mir in 2-facher Ausführung (wenn auch in verschiedenen Farben) besorge, damit ein Teil immer auf Reserve verfügbar ist (für welchen Fall auch immer). Die 2-fache Ausführung hat natürlich einige Vorteile, jedoch auch ziemlich gravierende Platz und finanzbedingte Nachteile.

Verwirrender ist jedoch die Tatsache für mich, dass Männer bei uns Frauen diese Art von „Reservekauf“ immer belächeln und negativ kommentieren müssen. Dies, obwohl wir diese Reservekäufe von den Männern übernommen haben! Jawohl! Denn ich erinnere mich auch persönlich an gewisse Einkäufe mit Herren, die an ihrem rituellen „Einmal-Jährlichen-Einkauf“ zu regelrechten „KKK“ Käufern werden. (Zur Erklärung:
Männlich KKK= Komplett-Kollektion-Käufer - Weiblich KKK= Konkret-Kleidungsspezifischer-Käuferin.)
Passt eine Jeans oder ein Hemd, kauft man(n) es gleich in mehrfacher Ausführung auf Reserve, ohne es vorher konkreten Test unterzogen zu haben. Frau hingegen testet vorher: Kombinationsmöglichkeiten, Material, perfekte Passform, Kompliment-Quote usw. Besteht das „Teil“ wird es erneut besorgt und ist für die Ewigkeit bestimmt.
Trotzdem gilt noch immer: Kauft Mann 2 gleiche Paar Schuhe, nennt man das Reserve. Kauft Frau 2 gleiche Paar Schuhe, nennt man das Wahnsinn.

Fotos meiner doppelten Errungenschaften folgen….

29 Juni, 2012

WICHTIGE ERKENNTNISSE FÜRS LEBEN


Liegen unter ana Birken lauter Kondome dann is es wahrscheinlich a Gummibam!

Wann du schon das 10te mal verheiratet bist dann kannst wahrscheinlich net na sogn!

Host du nur noch Übergrößen in dein Kostn dann wird's höchste Zeit zum fostn!

 Is bei dir de Frühjahrsmüdigkeit is ganze Jahr so schlimm dann sitzt wahrscheinlich im Nationalrat drinn!

Wenn a Putzfrau augsoffen is dann hots wenigstens an ordentlichen Fetzn!

Hot da erlegte Hirsch koa Gwei dann host wahrscheinlich an Spaziergänger zaumgschossen!

Geht da Zeck überhaubt net mehr von da Haut owa dann is es wahrscheinlich a Muttermal!

Stehen lauter Fünfjährige auf deinem Blumenbeet dann bist wahrscheinlich a Kindergärtnerin!

Zagt des Thermometer im Februar 39 Grad an, donn host wahrscheinlich die Grippe dawischt!

Bringt a Frau 9 Monat nochn Fasching a gelbes Kind auf die Welt, daun woa da Chines woascheinlich goa net verkleidet

Piepst der Computer noch drei Minuten, dann stehst wahrscheinlich vor der Mikrowelle

Besser vü Schmetterlinge im Bauch als a Laus auf der Leber!

Hot der Pandabär die Figur von an Pferd donn is es woarscheinlich a Zebra

Pinkelst du die ganze Zeit daneben, dann brauchst du wahrscheinlich eine Klobrille

Sepp Schorcher

LEBEN OHNE REUE

Wie oft ich es schon gehört habe – wie oft ich es schon selbst gesagt habe. Kaum zu glauben!  Wenn Veränderungen anstehen, spielt die Reue immer eine große Rolle. Aber warum haben wir eigentlich eine solche Angst vor ihr? Wenn für eine Entscheidung auch noch so viel dagegen spricht  - die Blöße – es zu bereuen wenn man es dann doch nicht tut – überwiegt meistens. Weil wir einfach so eine Angst davor haben, etwas zu verpassen. Aber woher kommt das Ganze? Ich denke, dass wir schon sehr früh mit dem Bereuen in Kontakt kommen und zwar ab dem Zeitpunkt, wo unsere Eltern aufhören für uns zu entscheiden und dies uns selbst überlassen. Ab dann heißt es nur noch: mach was du willst, aber komm dann später nicht drauf, du hättest es doch machen sollen! Klar hat jeder von uns schon Erfahrungen gemacht was passiert, wenn man sich dagegen – also unbewusst falsch – entscheidet und sich danach Vorwürfe macht. Aber trotzdem ist es, wenn man es neutral betrachtet, kein Weltuntergang so im Nachhinein. Die Weichen stellen sich wieder neu und man lebt trotzdem weiter.

Ich habe in letzter Zeit versucht, meine Mitmenschen bezüglich des Bereuens zu verschonen. Dies indem ich versuchte, ihre Gedanken und Fragen umzuleiten um nicht auf dieses Thema des Bereuens zu gelangen, was sich nicht immer einfach umzusetzen war. Es ist als Freund oder Vertrauter immer einfach zu sagen: Komm schon mach es sonst bereust du es später! Aber eigentlich ist es nichts anderes, als mein Gegenüber in seinem Vorhaben zu bestätigen. Somit kann ich auch einfach sagen: Mach es oder mach es nicht. Egal was passiert, das Leben geht weiter und ich bin für dich da.

„Heirate oder heirate nicht – du wirst beides Bereuen“. Sokrates

HEIM (+) nach AT (Österreich)= Heimat

Heimat für Theoretiker:

Der Begriff Heimat verweist zumeist auf eine Beziehung zwischen Mensch und Raum. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird er auf den Ort angewendet, in den ein Mensch hineingeboren wird und in dem die frühesten Sozialisationserlebnisse stattfinden, die zunächst Identität, Charakter, Mentalität, Einstellungen und Weltauffassungen prägen.


Heimat für Sensible:
Erst wenn man mal eine geraume Zeit von der geliebten Heimat entfernt lebt,
pürt man, wie sehr man sie doch vermisst. Früher die ländliche Gegend oft als Fluch gesehen – kann man sich später nichts mehr Schöneres vorstellen. Anstatt wie früher die ganze Welt zu bereisen, freut man sich nun auf ein paar Tage in alten Erinnerungen und in der Umgebung von gewohntem. Einfach das Gefühl von zu verspüren, aufgehoben zu sein und sich unter seines gleichen zu befinden lässt mich schon wieder wehmütig auf meinen nächsten Besuch in der Heimat warten.


Heimat für Realisten:

Meine Heimat ist die ganze Welt! Auch nicht schlecht. So nach dem Motto: ich habe zwar Wurzeln, aber die sind sehr lang! Ich bin der Meinung, dass man seine Heimat überall finden kann. Den Ort, an dem man sich einfach am wohlsten fühlt, der einem Geborgenheit, Sicherheit und Zufriedenheit schenkt. Und was ich noch glaube ist, dass man einen differenzierten Heimatsbezug in verschiedenen Lebensphasen haben kann. Somit ist für mich als Kind Heimat eventuell ein anderer Ort als wenn ich Erwachsen bin. Und wiederum ändert sich der Bezug Heimat wenn ich im Ruhestand bin. Ich finde es wichtig, Erfahrungen in Bezug auf meine Heimat zu machen. Auszuprobieren, ob auch ein anderes Land oder ein anderer Ort für mich eine Heimat sein können. Vielleicht auch um zu erkennen, wie viel mir meine wirkliche Heimat bedeutet. Oder auch zu erkennen, dass wir Menschen einfach flexibler werden müssen und uns langsam daran gewöhnen, dass wir und anpassen müssen. Auch in Bezug auf unsere Wurzeln.


Heimat für Musikalische:

Du Ländle, meine teure Heimat, wie könnt' ich je vergessen dein,
es waren doch die schönsten Jahre beim lieben, guten Mütterlein.
Drum muss ich immer wieder kommen, und trennte mich die größte Kluft.
"O Vorarlberg, will treu dir bleiben, bis mich der liebe Herrgott ruft,

o Vorarlberg, will treu dir bleiben, bis mich der liebe Herrgott ruft!"

Neue Heimat - Stuttgart
Alte Heimat - Vorarlberg

01 Juni, 2012

ZWEISAM UND DOCH EINSAM

Haus von Künstlerin Frida Kahlo und Diego Rivera - Rechts Frida´s Haus - Links Diegos´s durch eine Brücke verbunden.
Ich habe vergangene Woche einen alten Bekannten getroffen der mir berichtet hat, dass er und seine Freundin vorhaben aus der alten Wohnung auszuziehen und sich jeweils einzeln neue Wohnungen zu suchen. Mich hat das ein wenig stutzig gemacht und ich habe weiter nachgefragt, warum das so sei. Er meinte, er kenne einige Paare die zusammengelebt haben und sich dann wieder einzeln Wohnungen genommen haben und seitdem laufe es in der Partnerschaft besser. Er brauche einen Raum zum Arbeiten und seine Freundin genauso. Deshalb sei es wohl die beste Lösung.

Als ich mich dann auf den Heimweg machte, kamen mir so einige Gedanken:

Ist das unsere gesellschaftliche Zukunft? Ist das nur eine Phase oder leben wir bald alle so wie Frida Kahlo und Diego Rivera? Ist es so, dass unsere Abhängigkeit, unser Freiraum über allem steht?

Klar gibt es an beiden Wohnvarianten Vor- und Nachteile. Finanzieller Vorteil bei der Zusammenwohnvariante. Freiheitsvorteil bei der Auseinanderwohnvariante. (Um nur jeweils ein Beispiel zu nennen).

Aber für die Beziehung selbst ist es doch das größte, wenn ich meine Freiheiten auch dann ausleben kann, wenn ich mit meinem Partner zusammenlebe. Wenn er/sie es respektiert, das ich hier und da allein sein möchte oder gewisse Zeiten/Räume eine Weile nur für mich beanspruche. Es ist nicht immer einfach, mit jemandem auf kleinstem Raum zusammenzuleben. Aber es ist ehrlich. Man kann sich nämlich nicht mehr vor dem anderen verstecken. Wohingegen die Auseinanderwohnvariante zwar spannend ist, aber für mich unehrlich ist. Vielleicht sollte man sich fragen, ob es nicht nur mit dem Zusammenwohnen nicht klappt, sondern vielleicht auch schon am Zusammensein scheitert.