06 Januar, 2016

FRIEDA´S WELT – UND EIN KLEINER STERN


Liebe Freunde der guten Blogunterhaltung – es geschehen doch noch Wunder.
Kaum zu glauben, dass ich es wiedermal fertig bringe, einen Post zu verfassen aber aller guter Dinge Anfang ist: ein Neuanfang.

Im vergangenen Jahr hat sich in meiner Welt so einiges Neues getan. Um Frieda´s Welt kreist jetzt nämlich ein sehr heller, schöner und kaum zu übersehender kleiner Stern. Dieser fordert alle Aufmerksamkeit und schon die Reise in meine Erdumlaufbahn war spektakulär. Jetzt erleuchtet er meine Welt Tag für Tag – Nacht für Nacht. Dies wiederum hält mich von meiner Leidenschaft tolle, schöne aneinandergereihte und einfallsreich umschriebene Botschaften zu verfassen.

Was hat sich noch alles verändert? Nun ja eigentlich alles und doch fast nichts. Statt unzähliger toller Blogbeiträge verfasse ich Produktrezessionen über Biohygieneartikel, lese unzählige weitere Rezessionen anderer besorgter Eltern über hygienisch sicheres,  ablutschbares Spielzeug. Ich trage saubere Kleidung kaum mehr länger als 10 Minuten und dufte nach einer Mischung aus Muttermilch und Balsam. Doch was mich am aller meisten verwundert hat: mein Frauenzeitschriftenabo hat sich wie von Zauberhand in ein Elternmagazinabo verwandelt, ohne dass ich auch nur etwas gemacht habe. Ein Grund zur Besorgnis? Kürzlich habe ich in diesem besagten Elternmagazin ein Interview gelesen, in welchem 10 Müttern die Frage gestellt wurde, was sie in ihrer Freizeit machen. 8 von 10 Mütter haben die Frage nicht verstanden und 2 sind während der Befragung eingeschlafen.... wo war ich gerade? Ach ja also meine Welt, gibt es jetzt nicht mehr ohne kleinen Stern und das ist auch gut so. Möge er mich in vielen Dingen auf den Boden der Tatsachen zurückholen und für viele viele Blogeinträge inspirieren
. In diesem Sinne gutes Neues und bis bald!

04 September, 2015

DIE WELT BLEIBT NICHT STEHN – HÖRT SICH NICHT AUF ZU DREHN...


Obwohl dieses Jahr noch nicht zu Ende ist, wird es wohl immer zu einem der besondersten Jahre in meinem Leben zählen. So hat dieses Jahr bereits mit einem grossen – sagen wir mal Erdbeben in Friedas Welt begonnen, welches die Welt der kleinen Frieda dermassen freudig erschüttert hat, dass Sie nie wieder so sein wird wie früher. Zurzeit kämpfen wir noch ein wenig mit den Nachwehen, welche das unerwartete Erdbeben so mit sich brachte. Jedoch schon bald wird das alles vergessen sein und sich die neu erschaffene Welt in freudigem Glanz und mit unerwarteten neuen und spannenden Herausforderungen präsentieren. Hierfür wurden bereits weitgehende Vorkehrungen getroffen, weshalb ich mich derzeit im längsten Urlaub meines bisherigen Arbeitslebens befinde. Ach was habe ich mich auf diese Zeit gefreut und was hatte ich für verrückte Vorhaben und Pläne für diese Zeit schon bereitgelegt! Mich tagelang in der Bibliothek verstecken, aufwendige Kuchenrezepte ausprobieren, meinen Bankberater mal in Original ansehen, die Kleidung nach Farben ordnen oder alte Bekanntschaften und Freunde besuchen. Vorhaben, die nun täglich wie eine Leuchtreklametafel vor mir aufblitzen und nur darauf warten mit dem roten Stift als erledigt markiert zu werden. Stattdessen gebe ich körperlichen Bedürfnissen derzeit den Vorzug. Ich fülle meine Schlafreserven langsam wieder auf, indem mein Tag erst nach 10:00 Uhr morgens beginnt. Dann widme ich mich intensiv meiner seit Jahren unter Zeitmangel gelittenen Schönheit. Danach ausgiebiges, kulinarisches Frühstück, welches die zweite wichtige Mahlzeit des Tages durch zufuhr übermäßiger Kalorien vollständig ersetzt. Um keine wichtige Lebenszeit zu verlieren wird neben dem Verzehr der Erstmahlzeit mein Wissensdurst durch diverse Zeitschriften und Fernsehnachrichten gestillt. Top informiert und genährt dürstet es meinen Körper nun nach Bewegung an der frischen Luft. Ausgiebige - meist zufällig an meinen liebsten Nahrungsquellen vorbeiführende  - Spaziergänge mit oder ohne Begleitung  stehen so täglich auf dem Programm. Zuhause angekommen steht die Schonung an oberster Stelle. Die nun gequälten Beine und Füße, müssen schnellstmöglich hochgelagert und der Kreislauf geschont werden. Nach dieser Verschnaufpause widme ich mich nun ganz sorgsam der letzten wertvollen Mahlzeit des Tages – welche mich nach aufwendiger Zubereitung und dem Verzehr ohne Umwege bereits um kurz vor 22:00 Uhr wieder in mein Bett befördert. Noch ein kurzer Rückblick auf meinen erfolgreichen Körper-Bedürfniss-Erfüllungstag und schon sinke ich schlaftrunken und zufrieden in mein Kissen... und träume, von einer großen Leuchtreklametafel und vielen vielen unerledigten Vorhaben, welche ich die nächsten Tage bestimmt als erledigt markieren kann. 

IMMER FLEXIBEL BLEIBEN


Tage, Wochen, Monate vergehen – und ich merke langsam wie der Zahn der Zeit so richtig an mir nagt. Tja man wird halt nicht jünger, was ich seit diesem Jahr massiv am eigenen Leib zu spüren bekomme. Trotzdem zwinge ich mir ein Lächeln auf, ignoriere die neu aufgetretenen körperlichen Einschränkungen und kognitiven Schwächen und verkünde mit vollem Einsatz den neuen Leitspruch: Immer flexibel bleiben. Meist und bevorzugt dann, wenn etwas nicht gerade so läuft, wie ich es gerne gehabt hätte. Diese Aussage ist dann sozusagen meine flexible Ausrede. Dafür ernte ich selbstverständlich nicht nur Lob, obwohl ich das Gefühl verspüre, dass gleichgesinnte (gleich Alte) dies durchaus auch als ihr Motto übernehmen und fortleben. Jedoch vor allem die meines Alters rückgebliebene Generation (so klingt es doch gleich besser) beäugt mich als wäre ich eine schrille Hippitante die irgendwas zu viel oder in sehr schlechter Qualität konsumiert hat.
Nun denn auf was ich hinaus will ist folgendes: ich habe erkannt, dass wenn wir in unser Leben ein wenig mehr Flexibilität einbauen, wir dadurch zufriedener und glücklicher werden. Ich könnte das jetzt in langen Vergleichen und Erläuterungen tiefgründiger Erklären aber ich schlage lieber einen direkten Selbstversuch vor. Also Freunde der guten Blogunterhaltung – zeigt mir eure Flexibilität! Ist das gewünschte Parfüm im Geschäft nicht vorhanden: nimm ein neues! Liegt die Zeitung ausnahmsweise mal nicht im Postkasten? Informier dich doch einfach Online! Ist dein Lieblingscocktail nicht auf der Karte? Lass dir doch einen vom hübschen Kellner empfehlen! Es gibt unzählige Möglichkeiten sich von seiner flexiblen Seite zu zeigen. Und gleichzeitig gibt es unzählige Möglichkeiten einfach und easy  glücklich und zufrieden zu werden. Also probiert es aus und lasst euch überraschen was passiert. Es grüsst eure Frieda 

05 Januar, 2015

EIN NEUES WUNDERBARES JAHR BEGINNT ...

Allmählich ist er verflogen der Geruch nach Glühwein, Lebkuchen und Tannennadeln. Stück für Stück wird die Weihnachtliche Glitzerwelt abgebaut und fürs nächste Jahr griffbereit verstaut. Geschenke integrieren sich in unseren Alltag oder werden schonungslos umgetauscht. Der herbeigewünschte Schnee schmilzt in den Strahlen der kommenden Frühlingssonne und der Start in ein neues Arbeitsjahr steht bevor. Ein neues Jahr beginnt und der Alltag zieht ein. Ein guter Zeitpunkt sich mit guten Gedanken und Vorsätzen für die kommenden Monate einzudecken und mit Dankbarkeit und Freude auf die Vergangenen zurückzublicken.
Ich würde das vergangene Jahr mit folgenden Worten beschreiben:
Zufriedenstellend – überraschend – verplant – erfolgreich
Mein rückblickendes Resümee für 2014 fällt absolut positiv aus. Ja wenn es nicht sogar eines der besten Jahre meiner bisherigen Erinnerung war! Dafür bin ich sehr dankbar und auch ein wenig verunsichert. Kann es denn sein, dass man rückblickend immer nur gute Jahre hat? So viele Menschen erleben täglich unendlich schreckliche Schicksale und kämpfen sich mit Mühe durch das Jahr. Und die anderen freuen sich jedes Jahr aufs Neue auf eine Fortsetzung des letzten Glücksjahres.

Ich kann nicht sagen an was es liegt oder was ich genau anders mache aber ich bin voller guter Hoffnung und Zuversicht, dass auch das kommende Jahr für alle Menschen wieder unvergesslich schön, glücklich und wunderbar wird. 

ILLUSTRIERTES WISSEN


Aus einer berühmten Fernsehserie stammt das Zitat: „Ich habe mir von meinem Geld lieber die Vogue gekauft, als etwas zu Essen“. Ja da kann ich mitfühlen, denn ich bin eine begeisterte Zeitschriftenleserin. Meine Dealer können meinen Verbrauch und meinen Durst nach Illustriertem Wissen kaum befriedigen, sodass ich auch schon mal 30min zu früh zum Arzt oder zu Terminen gehe, nur um mein Verlangen nach Hochglanzpapier und unterhaltsamen Artikeln zu stillen. Neu, ungelesen und Faltenfrei: Traumhaft. Gelesen und mit Gebrauchsspuren: Wunderbar und meist gratis.  Eine gute Illustrierte, ein Kaffee ToGo und eine Parkbank komplimentieren somit mein Wochenende. Eine Zeitschrift ist für mich eine grosse Ansammlung von unterschiedlichster qualitativer und unverfänglicher Kreativität und Wissen. Wurde eine Zeitschrift verschlungen, gibt es sodann 3 Möglichkeiten: entweder sie wird sorgsam gesammelt und chronologisch abgelegt, sie wird weitergegeben oder ausgeschlachtet. Über Jahre hat sich sodann ein großes Sammelsurium aller möglichen Themenschnipsel angesammelt, aus denen ich schon jetzt ein sehr umfangreiches Lexikon binden könnte... vielleicht eines meiner vielen Vorhaben für das neue Jahr. 

05 Oktober, 2014

DER MANN ALS SHOPPING-ACCESSOIRE



TEIL 2 – Der Einkaufs-Butler -

In Teil 2 berichte ich euch erneut über meine umfangreiche Recherche und mein Shopping-Erlebnisse - diesmal an einem Samstag auf einer belebten Einkaufsstraße.
Gerne möchte ich euch heute eine bereits sicher altbekannte aber noch nicht sozial anerkannte Spezies vorstellen, den sogenannten Shopping-Butler. Diese – vorwiegend männliche – Spezies findet man vermehrt auf belebten Einkaufsstraßen und in grossen Einkaufszentren und gehäuft auch vor Feiertagen oder wichtigen jährlichen Ereignissen. Zu erkennen sind sie meist daran, dass sie sich vollbepackt mit leicht mürrischem Gesichtsausdruck und schlurfendem Gang hinter einer Dame oder mehreren Damen bewegen. Andere Indizien wie gesenkter Blick oder Schweißperlen auf der Stirn sowie Selbstgespräche variieren je nach Jahreszeit und Ort und können deshalb nicht immer als Erkennungsmerkmale zur Identifikation dienen. Der Shopping-Butler ist Einzelgänger und hegt auch keinen sozialen Kontakt zu anderen seiner Spezies. So kommt es schon mal vor, dass sich vor einem Geschäft oder einer Umkleide gleich mehrere dieser Gattung ansammeln, ohne Notiz vom jeweilig anderen zu nehmen. Es ist jedoch wissenschaftlich bestätigt, das sie gegenüber den anderen Mitgefühl verspüren, dies jedoch meist nicht offensichtlich aussprechen bzw. zeigen. Der Shopping-Butler an sich muss ständig über seine Tätigkeit hinaus motiviert werden. Dies geschieht durch lautes ansprechen und hastige Handbewegungen mit der Bitte sich schneller zu bewegen, sowie mit dem Versprechen, dass es gleich etwas zu Essen oder Trinken gibt oder dass dies die letzte zu tragende Tasche ist. Das Tagesziel des Shopping-Butlers ist es, alle Einkäufe und Gegenstände sowie Personen sicher ins Auto oder nach Hause zu bringen. Zuhause angekommen, wird der Shopping-Butler meist für seine Bemühungen belohnt, ist zufrieden und freut sich auf seinen nächsten Freigang. 

13 September, 2014

FREUNDSCHAFT HOCH IM KURS


Ich habe in einem wissenschaftlich fundierten Bericht gelesen, dass jeder Mensch ca. alle 8 Jahre seine Freundschaften komplett austauscht und/oder erneuert. Dies hat mich dermaßen erstaunt,  dass ich in Erfahrung bringen wollte, ob das auch wirklich so stimmt. Zuerst habe ich bei mir selbst geschaut und festgestellt, ja es gibt da so einige, die bei mir noch hoch im Kurs stehen und die ich auch noch nach über 8 oder 10 Jahren als sehr gute Freunde an meiner Seite bezeichnen kann. Gleichzeitig musste ich aber auch erkennen, dass viele meiner ach so guten Freundschaften nicht über diese 8 Jahres-Grenze gehalten haben. Seit meiner Jugend gab es unzählige Veränderungen und dazu gehören halt auch immer die passenden Menschen.
>>Gute Freundschaft ist wie ein Aktienkurs. Es ist ein Investment - mal hoch mal tief. Fällt sie ab, darf ich nicht gleich den Glauben und die Hoffnung daran verlieren und mich ihr entledigen. Denn oft werde ich ziemlich bald für meine Geduld und mein Warten mehr als belohnt. <<

Doch was ist anders an den Menschen, die man schon seit ewigen Zeiten als Freunde hat. Warum sind sie einem geblieben, auch wenn es so viele Veränderungen in beiden Leben gab? Ich bin der Meinung, dass manche Menschen einfach bestimmt sind, ihr ganzes Leben über Freundschaft verbunden zu sein. Manchmal mehr manchmal weniger. Aber nie ganz ohne einander. Ich bin stolz eine Handvoll Menschen zu meinen wirklich richtig guten Freunden zählen zu dürfen. Selbstverständlich werde ich auch weiterhin viel in diese Freundschaften investieren, damit unsere Freundschaftsaktie immer auf einem Kurshoch bleibt. 

DIÄT ALS WOHLSTANDSERKRANKUNG


Tja man kann kaum noch Fernsehen, eine Zeitschrift- Essen oder Kleidung kaufen, ohne mit einem der Schlankheitswahnbegriffe in Berührung zu kommen. Ja sogar nicht mal im Privaten oder bei der Arbeit wird man davon verschont. Schon längst ist das so genannte „ich-hab-zu-viel-auf-den-Hüften Syndrom“ so etabliert und normal geworden, dass sich alles nur noch darum dreht.

Letzthin war ich bei meiner Großmutter zu Besuch und wir haben uns über ihre alten Zeiten unterhalten. Sie erzählte mir, dass es früher schlichtweg nichts zu essen gab. Und wenn, wurde man niemals satt davon. Es gab auch keine dicken Menschen. Jedenfalls  nicht da wo meine Großmutter wohnte. Sie erzählte mir auch, dass es über den Sommer Ferienlager für zu dünne Kinder gab, wo diese zunehmen konnten und nach den Ferien wieder gestärkt nach Hause kamen. Auch merkte sie an, dass man früher die Lebensmittel und das Essen an sich mehr geschätzt und genossen hat. Das meiste hat man selbst angepflanzt oder im Stall gehalten. Es gab Tauschhandel und später dann auch richtige Einkaufsgeschäfte. Man hat Lebensmittel bewusst eingekauft da man ja oft keine Möglichkeit hatte, diese lange aufzubewahren.

Aufgrund unseres heutigen Wohlstandes und der uns heute gegebenen Möglichkeiten ist dieses bewusste Einkaufen und Essen irgendwie verloren gegangen. Wir können ständig alles – egal ob Sommer oder Winter – in jeder erdenklichen Menge und zu jeder möglichen Tageszeit erwerben. Wir geben viel Geld aus für Medikamente, Kleidung, Kurse und Bücher die uns schlanker machen sollen anstatt wir uns einfach besser überlegen, was und wie viel wir essen. Wir sind in einer Wohlstandsgeneration aufgewachsen die das Wort HUNGER gar nicht mehr kennt bzw. erlebt hat. Klar ein großer Vorteil. Aber nun quälen wir uns in Fitnessstudios, schicken unsere Kinder auf Abnehm-Camps und motzen ständig über unsere Figur, während wir gerade wieder etwas – to go – bestellt haben. Jedoch können wir dem Wohlstand nicht die ganze Schuld an unserem Einkaufs-Essverhalten und unseren Figurproblemen geben. Dafür ist wie immer jeder für sich verantwortlich. Aber wir können unseren Genusswohlstand positiv für uns nutzen. In dem wir bewusster Essen, bewusster einlagern und einkaufen und uns bewusster mit anderen darüber austauschen.


Und das Beste: dieser Diättipp verändert nicht nur deine Figur sondern dein ganzes Leben und es gibt ihn ganz umsonst J

03 Juli, 2014

DER MANN ALS SHOPPING-ACCESSOIRE

    
Es gibt da solche immer wiederkehrende Situationen, die mich jedoch immer wieder aufs Neue überraschen und beeindrucken. Ganz besonders, wenn ich Männer und Frauen beim Einkaufen beobachte, was ich über alles liebe, nie öffentlich zugeben würde und wenn - höchstens von wichtiger Recherche spreche. Nun möchte ich euch an meinen Recherchen teilhaben lassen. Aufgrund des unendlich umfangreichen und höchst-interessanten Materials, werde ich diese in einzelnen Teilen veröffentlichen, sodass auch alle auf ihre Kosten kommen.

TEIL 1    - In der Umkleide -  

Stellt euch folgende Situation mal vor: ich stehe am Samstag in der Shopping-Rush-Hour in einer Umkleidekabine eines für mich erschwinglichen Kleiderherstellers und höre meine Umkleidenachbarin folgendes sagen: „Schatzi bringst du mir das Neckholder noch in Pastellblau in Gr. XS und den Balcony-BH mit Spitze in Grau-Meliert Cup B?“ Als Antwort vernehme ich nur ein tiefes Atmen mit Seufzer und schlurfende Schritte. Ich stelle mir sodann vor, wie das Schatzi völlig Planlos in mitten all der Kleider herumirrt und versucht, den Auftrag auszuführen bzw. zu ermitteln, was es denn da so genau suchen und bringen soll. Der Recherche nach wohl kein Einzelfall. Nach einer gefühlten Ewigkeit (habe mich gerade durch die neue Sommerkollektion probiert) kommt das Schatzi zurück und übergibt die Beute. Natürlich nicht zum anspruchsvollen Gefallen der Dame. Es wird diskutiert, dass Schatzi wird nochmals losgeschickt für den 2. Versuch. Schatzi kommt zurück – bringt alles richtig. Ich spähe durch den Vorhang und sehe, dass das Schatzi auf den – ich denke für wartende Männer – vorgesehenen Wartehockern Parkposition einnimmt, den Kopf zurücklegt und die Arme vor der Brust verschränkt, die Augen schliesst um wohl das gerade erlebte zu Verarbeiten. In diesem Moment – zack - öffnet sich der Vorhang der direkt vor ihm liegenden Kabine und er schreckt auf. Ich verstecke mich wieder in meiner Kabine und lausche gespannt: „So wie findest du diese Skinny-Jeans mit dem Pastellblauen Neckholder und der Malve-Strickjacke? Kann ich das tragen? Sehe ich gut aus? Ist die Jeans nicht zu eng? Brauche ich einen Gürtel? Passen da meine Creme-Weiss Schuhe mit den Riemchen dazu? Weißt eh welche?“ Ich riskiere einen Blick. Das Schatzi sieht aus, als würde man eine Pistole auf Ihn richten. Die Dame betont nochmals eine Antwort zu wollen und Schatzi nimmt die – ich ergebe mich – Handhaltung ein, betont leise das ihr doch eh alles steht und sie das selbst entscheiden soll, da sie so einen guten Geschmack hat. Die Dame zieht den Vorhang zu und meint ihre Worte wohl zum Spiegel gerichtet: „Tzz der ist mir keine Hilfe.“ Ich selbst bin fertig und gerade dabei die Umkleide zu verlassen, sich der Vorhang vor dem Schatzi abermals öffnet und - als ob es bisher nicht schon genug Demütigung für das Schatzi war – alle Kleidungsstücke samt Kleiderbügeln aus der Kabine auf das wartende Schatzi fallen mit den Worten: „Kannst ja schon mal aufbügeln und zurückhängen ich probier dann noch fertig.“ Da erhebt sich nun das arme Schatzi unter einem Berg voller Frauenbekleidung und mit Plastikbügeln in der Hand, mit hängenden Mundwinkeln und gedemütigtem Hundeblick und verlässt abermals schlurfend, seufzend und ohne Worte vor mir die Umkleide. 

NACHTRAG ZUR EUROPAWAHL: Es geht Uns alle an

Am kommenden Sonntag, den 25.5.2014 werden wir in Österreich und der restlichen EU wiedermal ins Wahllokal zitiert, um von unserem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Es wird zur EU-Wahl geladen und ich muss mit grossem Schrecken feststellen, dass ich wiedermal total unvorbereitet bin. Obwohl dieses europäisch-politische Grossevent schon seit Monaten aus Presse, Fernseh- und Rundfunk nicht mehr wegzuhören, legen und klicken ist, stellt sich für mich wiederum wie jedes Mal bei einem anstehenden Wahlgang die Frage: wem, warum und wozu soll ich meine Stimme genau abgeben? Grösstenteils ist es zweifellos mir und meinem mangelnden Politikinteresse zuzuschreiben. Deshalb habe ich mich gefragt, warum ich denn so politisch uninteressiert bin. Schliesslich geht es um eine EU-Wahl und das geht uns im europäischen Raum ja wohl alle irgendwie an. Somit habe ich mich ein wenig mehr mit dem Thema der europäischen Politik befasst und herausgefunden, dass ich als kleiner EU-Bürger auf so viele Themen ja gar keinen Einfluss habe und es zwar genügend verschiedene mich vertretende Parteien gibt, keine aber genau das fordert oder erfüllt, was derzeit meine persönlichen politischen Bedürfnisse sind. Vielmehr beschränken sich die Parteien auf Dinge, die eh jeder geklärt oder durchgesetzt haben möchte. Sie sind so eine Art Breitbandantibiotika. So viele erreichen wie möglich. Spezialisierungen kosten Wählerstimmen und hemmen das Vorankommen. Ich bin zugegeben ja politische Jungfrau und in vielerlei Hinsicht blauäugig und Unerfahren, weshalb ich nicht mit vollem Engagement in diese Thematik eindringen kann und weshalb ich wohl von der Politik so wenig Befriedigung erhalte. Aber zurück zum eigentlichen Geschehen. Zurück zu der bevorstehenden Situation in der Wahlkabine und das markieren der auserwählten Partei mit einem Kreuz. Oder doch lieber politische Enthaltsamkeit? Ich habe mich entschieden, meine Wahlmöglichkeit anzuerkennen und diese auch zu Nutzen. Egal wie es kommt... Schlussendlich geht es uns alle an. 

11 März, 2014

FRÜHLINGSPUTZ IM KLEIDERSCHRANK


40 TAGE 40 LANGE TAGE



Ab dieser Woche ist es wieder soweit! Die Fastenzeit feiert mit dem Aschermittwoch ihren alljährlichen Beginn und wir werden aufgerufen, alte Laster hinter uns zu lassen und uns in 40 Tagen Verzicht zu üben. Zu Beginn der christlich geprägten Fastenzeit war der Schwerpunkt auf das Fasten des Essens gelegt. Heutzutage werden die Leute kreativ und es gibt sehr viele Möglichkeiten, das Fasten auszuleben. So verzichten viele auf Genußmittel und Klassiker. Aber auch das „Tätigkeiten“ Fasten gewinnt immer mehr an Beliebtheit. Weniger Party, Fernsehen, Internet, Shopping ja sogar Arbeitsfasten gibt es. Einmal kürzertreten im Jahr. Einmal auf etwas verzichten und spüren, wie sich das anfühlt wenn man etwas hat aber es nicht will.   
In anderen Ländern dieser Erde wo es nicht viel gibt, fasten die Menschen auch. Meine Cousine, derzeit in Afrika schrieb: „Wie soll man hier noch fasten? Das Geld reicht kaum zum Leben von Süßigkeiten Alkohol und Zigaretten gar nicht reden. Und trotzdem ist die Fastenzeit ein grosses Thema hier. Sie wollen noch bescheidener Leben, Essen teilen, nichts Böses tun. Ich habe mir viele Gedanken darüber gemacht, wie ich fasten könnte, aber es scheint mir alles so lächerlich." 

Ich kann Sie gut verstehen. Bewusstes Fasten, auch wenn man sonst keinen vollen Teller oder Bauch hat. Bei uns hat das Fasten ja schon fast ein bisschen etwas lächerliches. Die mit Liebe und Sorgfalt zubereiteten Schnitzel und den zauberhaften Schokokuchen der Mutter zu verweigern, welche nachher Schlimmstenfalls im Müll landen - das hat auch nicht wirklich was mit Fasten zu tun.

Selbstverständlich werde ich - wie die letzten Jahre - auch dieses Jahr wieder fasten. Werde brav keine Schokolade essen, mir dadurch täglich bewusst werden, wie gut wir es haben und mich jeden Tag um so mehr auf das Ende der Fastenzeit freuen. 

05 März, 2014

GESUND DURCH SCHLECHTES GEWISSEN


Ich kenne niemanden, der freiwillig gerne krank ist. Der Freude daran findet, in bequemer Gammelkleidung Zuhause dahin zu vegetieren, sich von Hühnerbrühe, Tee und pharmazeutisch nicht gerade hilfreichen aber angepriesen effektiven und absolut ekelhaft schmeckenden Medikamenten zu ernähren. Sich zu allem Überfluss von langweiligem und niveaulosen Fernsehprogramm unterhalten zu lassen und ständig in diversen Statusmeldungen und besorgten Telefonanrufen mitzuteilen, wie sich die Körpertemperatur gerade anfühlt.  Doch dies ist nicht das schlimmste. Nicht einmal die Erkrankung und die schmerzhaften Symptome. Nein. Das schlimmste ist die frühmorgendliche Nachricht an die Arbeitskollegen oder den Chef. Die Nachricht, in der man offiziell kundtut, man lebt auf der schwachen Seite der Menschheit. Denn in der heutigen Arbeitswelt hat man nicht mehr krank zu sein. Und wenn doch, sollte man sich zusätzlich zur Erkrankung auch gewissenstechnisch wirklich schlecht fühlen. Statistisch quält sich somit fast jeder 3te mit deutlichen Krankheitssymptomen zur Arbeit, obwohl er ins Bett gehört. Montags sogar jeder 2te. Auch die Pharmaindustrie macht sich diesem Halbtotindiearbeit-Trend zu Nutze und investiert mehr in Medikamente und Produkte welche einen schnellen Heilungsprozess  oder gar eine Unterdrückung der Symptome fördern. Nur zu welchem Nutzen? Ein kranker Mitarbeiter nutzt mir weniger als ein gesunder. Er kann mir nicht die erwartete Leistung bringen und steckt mir wohlmöglich noch den Rest der Kollegen an, was zur Folge hat, dass es noch mehr halbkranke oder gar richtige Krankheitsausfälle gibt. Also wozu der Druck und das Gerede hinter vorgehaltener Hand? Für mich unverständlich. Ich sage immer keiner im Unternehmen ist so wichtig, dass er nicht auch mal krank sein kann. Ausserdem ermöglichen sich dadurch völlig neue Perspektiven. Manche Kollegen müssen dadurch Tätigkeitsbereich übernehmen, die sie vorher nicht kannten (oder nicht kennen wollten) und erkennen dadurch, was der Kollege überhaupt leistet oder sogar: dass ihnen diese Tätigkeit auch zusagt! Der Chef erkennt wohlmöglich, dass Kollegen effizienter arbeiten, wenn Personal ausfällt und das wiederum gewährleistet ihm, dass es so auch geht. Klar gibt es immer welche, die das System ausnutzen, das lässt sich wohl nicht vermeiden. Alles in allem bleibt es jedoch eine schwierige Angelegenheit und ich bin gespannt, wie es in der Zukunft aussieht. Wer dann das schlechte Gewissen ertragen muss...  wünsche allen von Herzen eine gute Besserung! 

03 März, 2014

JAHRESRÜCKBLICK

Lang lang ist es her.... seit meinem letzten Blogeintrag ist nun fast ein ganzes Jahr verstrichen. Hätte niemals geglaubt, dass es eine so lange Durststrecke bei mir geben kann! Ich habe mir völlig in mein kreatives Denkertum zurückgezogen um nun völlig neu und motiviert und engagiert meinen Blog wiederzubeleben. Es hat sehr vieles an Veränderung gegeben im vergangenen Jahr. Ich habe meine Welt wieder im schönen Vorarlberg aufgebaut und meine liebgewonnene stuttgarter Heimat ein wenig wehmütig verlassen. Alles in allem kann ich jedoch auf ein traumhaftes vergangenes Jahr zurückblicken und bin voller Vorfreude, Erwartungen und Abenteuerlust ins neue Jahr gestartet. Des weiteren bin ich sehr bemüht, für meine nicht so freudigen Leser sondern begeisterten Fotoanschauer auch jedesmal etwas fürs Auge zu posten. Seit also gespannt und freut euch auf weitere spannende Posts von eurer Frieda ;) 

18 April, 2013

IMMER SAUBER BLEIBEN


Ich bin ja – so wie jedes Frühjahr – wiedermal ausreichend mit dem Frühlingsputz beschäftigt. Als angehend baldige Hausfrau, bin ich daher sehr bemüht, dieses Ritual jährlich bis zum äußersten perfekt auszuführen. Dazu gehört auch, dass ich die Winterjacken und Mäntel für ihren bevorstehenden längeren Aufenthalt im Schrank noch in die Reinigung bringe, damit diese dann im kommenden Winter wieder einsatzbereit sind.
So kam es, dass ich mich an einem Montag, eine halbe Stunde vor Schließung noch in der Reinigung befand, um meine gereinigte Ware abzuholen. Da die Dame noch mit dem Suchen beschäftigt war, hatte ich Zeit, die eintrudelnde Gesellschaft zu beobachten. Ein Kunde hübscher als der andere. Ihre Hemden und Designeranzüge hatten Sie in entsprechende Kleidersäcke gehüllt und sich selbst jeweils in einen unbeschreiblich guten Männerduft. Alle namhaften Männermarken waren vertreten und jeder einzelne ihrer Träger verzauberte mich. Ich kam mir vor wie auf der Fashion Week. Ich stand also in der Ecke der Reinigung und genoss meinen Zustand, als einer der Herren auf mich zukam und meinte: „Ich glaube ihre Kleidung ist fertig.“ Ich blickte zum Tresen, auf welchen die Dame der Reinigung schon genervt mit den Fingern klopfte und ein „immer das Gleiche“ murmelte. Ich nahm stillschweigend meine Jacken entgegen und verließ – wenn auch nur ungern - die Reinigung.
Seither bin ich eifrig auf der Suche nach Kleidung, die in die Reinigung muss und kann es kaum erwarten, diese am Montagabend abzuholen!

07 Februar, 2013

WANN WIRD´S MAL WIEDER RICHTIG SOMMER...


Nicht falsch verstehen! Ich mag ja den Winter sport- bewegungstechnisch und modisch gesehen schon sehr gerne. Aber dann hört die Liebe auch schon auf. Vor allem den Januar und Februar find ich ja am schlimmsten. Da ist der Winterweihnachtszauber schon vorüber und das neue Jahr peitscht dir kalt, nass und ungewiss ins Gesicht. Und dann mein alljährliches Wintertief. Mal stärker – mal weniger stärker ausgeprägt. Besonders dieses Jahr in der kaltgrauen großen Stadt kommt mir dieses Tief besonders tief und dunkel vor. Nicht nur das fehlen von Sonnenlicht, das von den großen Stadthäusern abgeschirmt wird– nein auch das fehlen sozialer Wärme macht mir zu schaffen. Aber ich wäre ja nicht Frieda, wenn ich nicht schon eine Idee hätte, diesem Wintertief zu entkommen! Motiviert, engagiert und mit den besten Vorsätzen und einem großen Vorrat an Vitamin D Tabletten, sage ich der Grauzone den Kampf an!! Das beginnt bei mir schon am Morgen: ich schäume mich unter der Warmen Dusche mit Sunny Melone Duschgel ein und schmiere danach einen großen Klecks Sonnencreme auf exponierte, nicht unbedingt mit Winterkleidung überdeckte Stellen an meinen Körper (zb. Hals). Schon allein der Duft lässt mich von Strandurlaub träumen. Danach schlüpfe ich in Neonfarbene Unterwäsche und wähle aus dem Kleiderschrank ein farbenfrohes Gewand.  Sodann kümmere ich mich um die innere Wärme – mein Qi – und heize es mit einer großen Tasse Ingwertee und Zimt an. Mit dem Tee spüle ich auch gleich meine Vitamin D Ration für diesen Tag hinunter. Noch ein paar Spritzer Jill Sander Sun und dann ab in die Arbeitswelt! Bei nur dem leichten Aufkommen eines Tiefs gebe ich mir sofort Capri Sonne i.v. Abends dann ein wenig Sport für die gute Laune, untermalt mit hipper Strandmusik. Danach noch 10min konservierte ultravioletttrendige Sonnenstrahlen auf den Body scheinen lassen und in Reiseführern schmökern. Dies so lange wiederholen, bis sich die Stimmung hebt. Sollten meine Ideen dann doch nicht funktionieren, gibt es noch ein 100%iges Heilmittel: ein Flugticket buchen!

In diesem Sinne: lasst die Sonne in euer Herz und den Kopf nicht im Schnee stecken! Gruß Frieda

13 Januar, 2013

ES WÄRE DOCH SO EINFACH...


... wenn es nur so einfach wäre. Diesen Text habe ich vergangene Woche von einer sehr lieben und mir sehr nahestehenden Person erhalten. Und er hat mich sehr zum Nachdenken gebracht. Eigentlich wäre es ja so simpel. Tue das, was dir Freude macht. Passt dir etwas nicht, ändere es.


Jedoch ist es im „realen“ Leben nicht immer so einfach. Jeder findet in diesem Text einen Satz wo er sich sagt: Ja stimmt. Warum denn eigentlich nicht? Aber an der Umsetzung fehlt es dann (mir zumindest).
Ich habe mir sodann überlegt, was ich alles tun würde, wenn ich nur noch das tue, was mir Freude macht oder was mein Leben erfüllt. Ich würde viel mehr Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden verbringen. Würde gerne mehr draußen in der Natur sein und viele Berge erklimmen. Würde gerne die Welt sehen und in Hilfsprojekten mitarbeiten. Ich würde mir endlich eine eigene Existenz als Therapeutin aufbauen und meine angefangenen Buchprojekte fertigstellen. Ich würde mich gerne um bestimmte Menschen mehr kümmern und jeden Tag einen Kuchen backen. Und so ganz nebenbei – beim Überlegen von all diesen Sachen wird mir bewusst, dass ich das alles in kleinen Portionen die ganze Zeit über mache. Nicht ausschließlich – denn irgendwie muss ich mir ja mein Leben finanzieren – aber mit großem Interesse und der entsprechenden Hingabe. Und mir wird klar, ich muss mein Leben einfach mit ganz anderen Augen sehen und die Dinge die ich tue auch würdigen. Denn  wie gesagt: LIFE IS SHORT – LIVE YOUR DREAM AND SHARE YOUR PASSION! 

ALLE JAHRE WIEDER....



Und wieder habe ich den Post-Rekord nicht geknackt! Blog-Technisch war es wirklich ein mageres Jahr! Und doch ist so viel in den letzten Wochen geschehen, was ich einfach noch nicht niederschreiben konnte. Aber wie immer, nehme ich es mir für dieses Jahr fest vor! Genau so sicher wie das Amen im Gebet und der Aufgang der Sonne, werde ich euch wieder so einiges aus meiner Welt berichten! Schließlich will ich euch ja unterhalten und euch nicht vergraulen oder gar langweilen! Ich bin wie immer Top-Motiviert und habe schon einiges im Hinterstübchen, was es nun gilt, digital festzuhalten… lasst euch überraschen! Gruss Frieda

15 Oktober, 2012

ES IST WIEDER HERBST GEWORDEN



An dich zu denken, fällt mir heut noch schwer. 
Denn ich vermisse dich so sehr. 

Jeden Tag wünschte ich, du wärst noch hier, 
hier bei mir oder ich bei dir. 

Doch vergehende Zeit lindert meine Schmerzen, 
denn du bleibst für immer in meinem Herzen. 

Frieda - +15.10.2010 

11 September, 2012

SIND WIR NICHT ALLE EIN BISSCHEN S(eltsa)M?

Meine Kollegin war letzthin ein wenig verwirrt und ein bisschen auch verwundert, warum ich Frieda, die doch sonst immer alle literarisch hochwertigen Beststeller verschlingt, das spezielle Buch -  das zur Zeit in aller Munde und auf jeder sogleich männlich als auch weiblichen Bettkante zu finden ist – nicht gelesen habe. Tja muss man den alles lesen was andere für gut empfinden? Antwort: Ja. Vor allem wenn man Frieda heißt. Ich habe es mir sodann besorgt – und gleich damit begonnen… jedenfalls die ersten 100 Seiten, denn nach dem Fiasko, welches mir vor einigen Jahren mit einem anderen entsprechend skandalösen Werk in einem öffentlichen Verkehrsmittel wiederfahren ist, lese ich keine anrüchige Lektüre mehr in öffentlichen Verkehrsmitteln, außer mit Buchschutzhülle.

Jedenfalls hatte ich die darauffolgenden 3 Stunden Zugfahrt Zeit, mir die bereits gelesenen 100 Seiten ein wenig durch den Kopf gehen zu lassen und ich kam zu einer seltsamen Verbindung: auch ich finde gefallen an Schmerzen und habe einen Dom! Jedoch nenn ich meinen Dr. Dom. Es gibt bisher sehr viele Parallelen zum Buch:
 
Auch wir haben einen Vertrag geschlossen, sehen uns zu regelmäßigen Zeiten auf die ich mich schon im Vorhinein riesig freue. Obwohl immer ein wenig Angst dabei ist. Ich bin immer sorgfältig gewaschen und so gekleidet, das meine Kleidung die Arbeit des Dr. Dom nicht einschränkt. Wenn ich zu den vereinbarten Terminen erscheine, steht im dafür vorgesehenen Raum der Schmerzen der lederne Stuhl mit seinen vorteilhaften Funktionen schon bereit. Die ganzen Folterinstrumente Gummibänder, Zangen weisen mir ihre Bestimmung. Jedes Mal bekomme ich schon feuchte Hände, bevor Dr. Dom den Raum betritt und wenn er dann erscheint, bin ich wie gelähmt. Er schreitet um den Stuhl und stellt mir immer dieselbe Frage: Na mein Fräulein waren wir schon brav und haben gemacht was der Dr. gesagt hat? Und schon an meiner Körperhaltung erkennt er – ich habe ihm nicht gehorcht. Und wenn er seinen Gummihandschuh schnalzend überstreift weiß ich: ich werde für meine ungehorsam bestraft. Sodann beginnen meist qualvolle Stunden, in denen ich kein Wort spreche und Dr. Dom sein Werk verrichten lasse – ohne nur einen Laut von mir zu geben. Nach geraumer Zeit lässt Dr. Dom dann von mir ab und bewundert sein Werk. Zufrieden und meist pfeifend verlässt er den Raum. Ich richte mich sodann auf und spüre, wie mir der Kopf und Körper schmerzt. Dann werfe ich einen Blick in den Spiegel und bewundere ebenfalls sein Werk. Ich bin noch befangen von der Tortur, aber es gefällt mir was ich sehe. Jedes Mal ein wenig besser. Die Schmerzen werden noch ein paar Tage anhalten. Ab und an wird es auch ein wenig nachbluten. Aber es wird heilen. Und ich freue mich schon jetzt auf mein nächstes Treffen mit Dr.Dom meinem Zahnspangenzahnarzt.

Egal ob Zahnarzt, Masseur, Tätowierer, Haar-mit-Wax Entfernerin o.a.  jeder hat seinen persönlichen Dom der einem immer wieder zeigt, dass ein bisschen Schmerz ok ist - und schließlich gehen wir ja immer wieder hin! J   

Wer meine Meinung zu dem speziellen Buch gerne wissen möchte, kann mir schreiben!