30 Oktober, 2009
EIN HOCH AUF DIE SCHÖNHEIT
Letzthin habe ich wieder mal eine Erkenntnis gewonnen: SCHÖNHEIT steht vor FUNKTIONALITÄT.
Wie ich darauf komme? Naja ich hatte letzte Woche meine erste Probefahrt mit einem Neuwagen. Der Verkäufer war total nett und meinte so: „Greift sich alles gut an nicht? Das Auto hat auch ein Panoramadach, Sitzheizung und einen beleuchteten Schminkspiegel.“ Ich so: „Und wie viel Hubraum (er definiert das Volumen, das bei einem Motor durch den Hub aller Kolben insgesamt verdrängt wird) hat der Wagen?“ Der Verkäufer sah mich ganz entsetzt an und sagte: „Und die Farbe! Das ist Edel-Weiss und alle Sitze sind total einfach zu reinigen.“ Kaum sitzt Frau also im Neuwagen, werden alle Schönheitstrümpfe ausgespielt. Und warum? Ja weil meine Erkenntnis wahr ist. Wie auch beim Menschen: Hauptsache sie/er ist ein geiles Gerät und ist Verkehrstechnisch auf dem neuesten Stand. Ob sie/er nun noch andere tolle Funktionen besitzt, wie tolle Kochkünste oder die Funktion des Intelligenten Handelns und Sprechens, ist Nebensache.
Jedoch muss ich auch zugeben, dass ich mich selbst dabei ertappe, wie ich auch der Schönheit meist den Vorzug gebe. Dies passiert mir meist im Schuhgeschäft. Obwohl der Flache Stiefel ein sicheres Profil, ein gutes Innenfutter hat, bequem und pflegeleicht ist, ziehe ich meist die hohen Hacken, mit denen ich mir schon beim Anziehen fast den Fuss breche, vor. Aber zu meiner Verteidigung kann ich sagen, dass man ja fast dazu gezwungen wird sich so zu entscheiden. Oder hat jemand schon mal zu dir gesagt: Wow die Schuhe sind ja total funktionell! Oder dein Freund sieht so funktionell aus (schön passt auch viel besser). Und so werdet ihr an mich denken und euch auch in nächster Zeit dabei ertappen, der Schönheit vor der Funktion den Vorzug zu geben.
13 Oktober, 2009
EINE HAND WÄSCHT. DIE ANDERE ...
Wäh, wäh, wäh.Ich habe vor kurzem eine coole Radiowerbung gehört, in der es darum ging, dass ein Seifenspender, der auf einer Toilette in einer Disko steht, sich total unbeachtet, unbenützt und unnötig fühlt. Er beklagt sich, dass er schon über 1 Jahr an diesem Platz steht und ihn keiner beachtet, egal ob Mann oder Frau. Irgendwie hat mich dieser Spot inspiriert und meine nun verschärfte Beobachtung in Sachen Toilettenhygiene geweckt. Und ich sage euch es ist WÄH. In einem Zeitalter in dem wir so hohe hygienische Standards besitzen wie noch nie, schaffen es die Menschen nicht einmal sich nach dem Toilettengang die Hände zu reinigen. Nicht umsonst wurden in den letzten Wochen so viele Zettel mit Bildern und Anleitungen zum richtigen Händewaschen aufgehängt. Hab mich zuerst noch gewundert und gedacht, vielleicht ist dies Pflicht, da wir ja angeblich von einer riesigen Bakterien und Vieren Welle überrollt werden. Aber nein. Diese Zettel werden einfach nur aufgehängt, damit wir uns ENDLICH mal die Hände waschen! Ich kenn viele die Sagen: „Ich greif mein Ding ja nicht an. Warum soll ich die Hände waschen?“ Schon mal daran gedacht wer welche Körperteile auf einer Toilette inspiziert, dann das Schlüsseldrehdings betätigt, die Türschnalle anfasst und dann den Wasserhahn? Wäh. Nein lieber spart Mann und Frau sich die Zeit fürs reinigen der Hände und greift sich stattdessen lieber in die Haare um diese hübsch zu drapieren, oder berührt unbewusst das Gesicht, um vielleicht noch Make-up aufzutragen, oder den ein oder anderen Pickel zu bearbeiten. Lecker.
Ich mein ja nicht, dass man sich grad Monk-mässig verhalten sollte, aber ich brauche die Fekalbakterien anderer Leute wirklich nicht in meinem Gesicht. Aber was ist mit dir? Heute schon deine Hände gewaschen? Mahlzeit euch allen…
09 Oktober, 2009
IN NORM UND GLIED
Ich hab mich mal im Internet ein wenig schlau gemacht und zwar über Normen. So genannte festgelegte Standards. Naja leider hab ich nicht viel gefunden, ausser dass es in verschiedenen Ländern verschiedene Normen gibt. Deshalb sollte man ja keine Elektrogeräte in der Schweiz und keine Bettwäsche bei IKEA kaufen. Aber ich hab auch eine täglich gebrauchte Norm gefunden: das Toilettenpapier! Oder habt ihr schon mal eins gekauft, dass nicht auf den Halter gepasst hat?Nun denn meine Frage ist jedoch: Wie wäre es, wenn es Normen für Menschen geben würde? Eigentlich doch super! Wir und vor allem die Wirtschaft könnte sich sehr viel Geld sparen! Es gäbe kein Problem mehr bei der Grössenauswahl, denn jeder Hut, jeder Schuh den man anprobiert, würde sofort passen. Und selbst bei der Partnerwahl würden wir uns einfacher tun, denn es gäbe kein: der hat einen Wampen, die hat einen fetten Arsch, der hat einen zu kleinen Anbau, sie einen zu grossen Vorbau. Wir wären ja alle gleich. Irgendwie komisch die Vorstellung. Aber interessant wäre zu sehen, wie die verschiedenen Länder ihre Personennormen festlegen würden! Jedenfalls hoffe ich inständig, dass es niemals so weit kommen wird. Denn ich mein wenn die Schweiz sich bis jetzt nicht auf einen uns angepassten Elektrostecker geeinigt hat, wie will sie das wohl mit der menschlichen (Stecker)Norm schaffen? Aber wenn wir schon menschliche Normen erschaffen können, gibt’s vielleicht dann ja auch menschliche Reisesteckdosen
06 Oktober, 2009
CHRONISCHE UNZUFRIEDENHEIT
Tja darüber könnten wohl einige Mitmenschen ein Buch schreiben. Oder noch besser ein Lexikon, damit man nachschlagen kann, wenn man mal wieder total unzufrieden ist. Aber bei vielen ist es ja nicht „mal wieder“ sondern dauernd. Chronisch eben (chronisch= Symptome über einen Zeitraum von mehr als 6 Wochen).Doch wie zeigt sich so eine CU? Wie äussern sich die Symptome? Es beginnt noch relativ harmlos: mit Jammern. So viel Arbeit und doch zu wenig Geld, viele Freunde, aber keiner hat Zeit, ein(e) zickige(r) Freund(in) die/der Nerven kostet, ein stressiges und hektisches Leben, wo man das macht was man eigentlich nicht will.
Danach kommt die 2 Phase: das Motzen: Scheiss Job, scheiss Freunde, scheiss Beziehung, scheiss Leben. Hier ist dann schon der Höhepunkt erreicht und hier beginnt auch die CU. Von hier weg ist es so, als ob man im Treibsand feststecken würde. Jammern und Motzen werden zum Tagesinhalt und all das schöne, das Erfreuliche und Motivierende bekommt einen grauen Schleier. Es fällt einem schwer sich an Sachen zu erfreuen, es fällt einem schwer sich aufzuraffen und sich aus dem Sand zu winden, denn gleichzeitig fällt es einem schwer an sich selbst zu glauben. Man versucht sich mit gut dosierten, flüssigen Gleichgültigkeits-Substanzen abzulenken, aber schon am nächsten Morgen holt einem die Erkenntnis ein, dass man einfach nur unzufrieden ist. Und wieder rutscht man im Treibsand ein wenig ab.
Ich finde, wir dürfen es nicht so weit kommen lassen. Gerade zu dieser Jahreszeit sind solche chronischen Einschränkungen nicht zu gebrauchen. Zu viel haben wir mit der Bekämpfung anderer hartnäckiger Virusarten zu tun. Deshalb werde ich versuchen ein Gegenmittel gegen die CU zu finden. Den wie sagt man so schön: Dafür stehe ich mit meinem Namen! Eure (z’)frieda
05 Oktober, 2009
RO(C)TOBERFEST
In München ist es gerade zu Ende und bei uns im Ländle laufen sie gerade an. Die legendären Oktoberfeste. Da werden die weiblichen Prachtobjekte hochgeschnürrt und in weisse Spitze verpackt und karierte Hemden wieder modern. Sollte man sich ja fast nicht entgehen lassen...wenn es da nicht noch ein verlockenderes Fest geben würde: das Ro(c)toberfest. Hier geht es nicht um fesche Dirndl oder knackige Lederhosen. Nein. Es geht einzig um allein um den kürzesten Rock. Einmal im Jahr kann man es sich als Frau leisten, einfach mal Bein zu zeigen, ohne gleich verrucht oder gar billig zu wirken. Ich wollte mir diese sogenannte Monats- Tradition natürlich nicht entgehen lassen und habe dieses Fest am vergangenen Freitag zusammen mit einer Freundin zelebriert. Und dieser Abend war wirklich unvergesslich. Was so ein Oktobergewand nicht alles ausmacht! Türen werden dir geöffnet, Komplimente verteilt, Getränke spendiert und nette Blicke zugeworfen, sodass die feschen Dirndlträgerinnen fast neidisch werden! Aber irgendwie ja auch logisch: Wenn alle Frauen ihre Prachtteile raushängen lassen, sind Männer doch total überfordert! Da kommt so ein kleiner Arschfalten-Verdecker grad recht und erntet die ganze Aufmerksamkeit. Nunn denn der Oktober ist auch nur ein Monat und geht irgendwann zu Ende.... nicht nur zum Leid aller Männer - sondern auch zum Leid von mir und meinem neuen Beinschmeichler...
15 September, 2009
ZU DIR ODER ...
Folgende Situation: Es ist ein feucht fröhlicher Abend, alle haben Spass, der Alkohol fliesst in Strömen und die Hormone spielen verrückt.Angetrunken lässt man seine Blicke durch die Menge schweifen und entdeckt ein Objekt der Begierde. Sogleich wird die Kunst der Körpersprache verwendet um das vermeintliche Opfer anzulocken. Er/Sie schluckt den Köder und es kommt zum ungezwungenen Smalltalk. Die Unterhaltung ist interessant und aufregend und es kommt zur Frage: Zu dir oder zu mir??
Im selben Augenblick schiesst beiden durch den Kopf, dass vor lauter Styling-Stress und vergessenem Putzplan die Wohnung wie ein Russisches Kampffeld aussieht. Egal, sein Opfer einfach noch mit genug Alkohol betäuben, sein Seezentrum dadurch verwirren und so wird er/sie die Unordnung schon nicht bemerken.
Folgende Tipps beachten: Zuhause angekommen am besten noch im Türrahmen dem Objekt der Begierde den Pulli oder das Hemd über den Kopf ziehen, so dass die Arme nach oben zeigen und das Kleidungsstück vor dem Gesicht hängen bleibt und die Sicht versperrt. Sodann den Lustkörper in Richtung Wohnungsmitte schupsen und dabei mit den Füssen die am Boden liegenden Kleidungsstücke und Schuhe sorgsam aus dem Weg räumen. Die Person ständig unterhalten und Ihm/Ihr leidenschaftlich erzählen, was sie den nun gleich erwarten wird. Danach dem Opfer (wenn möglich) den Gürtel entreissen, damit er/sie in einer sich-das-pipi-verdrücken Pose weiterlaufen muss, und dabei immer „einfach geradeaus“ rufen. So gewinnt man zusätzlich wertvolle Zeit um noch einige Sachen verschwinden zu lassen oder noch schnell einen Blick in den Spiegel zu werfen. Danach sein Opfer aus der misslichen Lage befreuen und seine/ihre aufgestaute Wut oder Energie ausnützen.
Wenn möglich ab jetzt kein Licht mehr einschalten! Jeder weiss doch, dass im Kerzenlicht alles gleich viel besser aussieht. Und das wichtigste: dafür sorgen, dass die Person das Kampffeld verlässt, bevor die Sonne hinter den Bergen aufgeht und man die Leichen am Boden sieht …
14 September, 2009
ICH VERDIEN MIR WEISSE ZÄHNE
Das unsere Zähne sehr wertvoll sind und daher auch viel Aufmerksamkeit und Pflege benötigen, ist mir durchaus bewusst. Das man regelmässig die Zähne putz, dabei gutes Equipment verwendet und nicht mit der Zahnseide spart, ist mir auch klar. Das man auf Kaffee, bestimmte Teesorten und Rauchen verzichtet sollte, ist ja kein Problem.Aber will man wirklich seinen Zähnen mal etwas gutes tun und dafür sorgen, dass diese noch besser aussehen und noch mehr Aufmerksamkeit von anderen bekommen, muss man zuerst durch die Hölle.
Heute hatte ich einen Beratungstermin beim Zahnarzt, da ich mich über die neuesten Zahnweissmöglichkeiten beraten lassen wollte. Ich war kein bisschen nervös, den schliesslich hatte ich ja nichts zu befürchten. Voller Freude setzte ich mich auf den Stuhl, machte kleine Witze und öffnete brav den Mund. Und dann passierte es – ein Blick der Ärztin auf das Röntgenbild – ein Blick in meinen Mund – nochmals aufs Bild – nochmals zur Sicherheit in den Mund. Und dann die Worte, die keiner auf einem solchen Stuhl hören möchte: „Tja es tut mir leid, aber der Weissheitszahn hinten muss raus, 2 Zähne sollten in der Stellung korrigiert werden. Ausserdem haben sie noch einen Milchzahn, wo keiner mehr nachkommt … und ist das Karies? Ach nein nur ein Schatten. Die weissen Zähne müssen warten.“
O mein Gott, o mein Gott, o mein ….
Mit verängstigter Miene ging ich zurück zum Sprechstundenmann (eine Seltenheit, da hätte ich schon wissen müssen das was faul ist) der soeben von der Ärztin telefonisch terminlich instruiert wurde: „Sobald als möglich Ja Frau Doktor. Das mit dem Zahn ist eine schwierige Sache, ja Frau Doktor. Ja nächsten Freitag schon. Ja sehr gern Frau Doktor. Und genügend Zeit einplanen sehr wohl Frau Doktor.“
Mir wurde schlecht. Mein Gesicht verfärbte sich von Zartrosa in Kalkweiss.
Ich schnappte mir den Terminzettel und ging in Richtung Ausgang, ohne mich vom Sprechstundenmann zu verabschieden, der mir noch freundlich nachrief: In diesem Fall bis nächste Wooooocchheee!
O mein Gott, o mein Gott, o mein ….
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